Roomtour durch das „Change-Haus“
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Veränderung verläuft selten geradlinig. Das „Change-Haus“ beschreibt anschaulich die Phasen, die Teams in Veränderungsprozessen typischerweise durchlaufen – und zeigt, welche Führungsimpulse jeweils gefragt sind.
🔸 Im Zimmer der Zufriedenheit möchten Mitarbeitende den Status quo bewahren und stellen die Notwendigkeit von Veränderung infrage. Führung heißt hier, Dringlichkeit zu erzeugen, Fakten zu benennen und klare Ziele aufzuzeigen.
🔸 Im Zimmer der Verweigerung werden Veränderungen emotional – Sorge, Wut und Widerstand treten auf. Jetzt gilt es, Bisheriges wertzuschätzen, Konsequenzen transparent zu machen und Meinungsführende aktiv einzubinden.
🔸 Im Zimmer der Verwirrung ist die Richtung zwar verstanden, der Weg aber noch unklar. Führung gibt Struktur, setzt Prioritäten, bietet Orientierung und gibt Zuversicht.
🔸 Im Zimmer der Erneuerung entstehen neue Lösungen und Routinen. Erfolge sollten sichtbar gemacht und gefeiert werden. Gleichzeitig sind Feedback, Freiräume und Fehlertoleranz notwendig.
Erfahrungsgemäß ziehen etwa 10–20 % der Mitarbeitenden von Beginn an mit, 60–80 % bilden den großen, beeinflussbaren Mittelteil und 10–20 % blockieren Veränderungen aktiv. Erfolgreiche Führung konzentriert sich auf diesen Mittelteil, nutzt Vorreiter gezielt als Motivation und begrenzt den Einfluss von Blockierern. Nicht alle werden den Weg mitgehen – und auch das gehört zur Veränderung dazu.




